Rund 100 Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeitende der Stephansstift Förderschulen aus Hannover, Borstel, Rischborn und dem Oberharz kamen für eine zweitägige schulinterne Fortbildung Ende Februar in Soltau zusammen. Alles drehte sich um ein zentrales Thema: Wie begegnen wir Krisen und Notfällen an Schulen verantwortungsvoll und kompetent?
Mit Dr. Harald Karutz konnte ein renommierter Referent im Bereich Krisenmanagement gewonnen werden, begleitet von weiteren internen und externen Expert:innen, auch aus dem Landeskriminalamt Hannover.
In zahlreichen Workshops tauchten die Teilnehmenden tief in spezielle Herausforderungen ein, etwa:
- Die Zusammenarbeit mit der Polizei in Krisensituationen: An wen kann sich die Schule wenden? Wie sieht Handlungssicherheit konkret aus?
- Umgang mit Suizidalität im schulischen Umfeld: Tabus brechen, Unsicherheit abbauen, handlungsfähig bleiben.
- Amokprävention: Wie entstehen solche Taten und was kann Schule vorbeugend tun?
- Trauer- und Krisenbegleitung: Welche Wege gibt es, als Team und als Einzelne gemeinsam durch Verlusterfahrungen zu gehen?
- Bedeutung der eigenen Haltung: Insbesondere in Grenzsituationen ist die innere Haltung Schlüssel für gelebten Gewaltschutz.
- Sexualpädagogik, Kinderschutz und Feedbackkultur als Säulen sicherer Schulentwicklung.
- Nicht zuletzt zeigten kunsttherapeutische Methoden und tiergestützte Pädagogik mit dem „Schulhund“ kreative, neue Wege zur Stärkung der Resilienz und der psychischen Stabilität auf.
Dabei stand immer der kollegiale Austausch im Mittelpunkt – offen, wertschätzend und mit viel Raum für Praxisbeispiele und persönliche Reflexion.
Dr. Harald Karutz zeigte sich begeistert: „Mit Herzblut und Leidenschaft sind die Stephansstift-Förderschulen bei der Sache. Vom Engagement und der Kompetenz der Lehrkräfte bin ich zutiefst beeindruckt: Wären doch nur alle Schulen so gut auf Unglücke, Krisen und Katastrophen vorbereitet!“
Die zweitägige Fortbildung war nicht nur fachlich ein Gewinn, sondern hat auch das Miteinander im Kollegium gestärkt – für mehr Handlungssicherheit und Gemeinschaft im Ernstfall.
