Kontrast einstellen
Schriftgröße auswählen
Zum Bereich in Leichter Sprache Leichte Sprache

Wohnen, wie Sie es sich verdient haben.

Kinder & Jugend & Familie

Qualität für schulischen Ganztag gefordert

Großes Lob und heftige Kritik lagen dicht beieinander beim Abgeordneten-Gespräch mit Lena-Sophie Laue (CDU) am Dienstag in der KiTa Wilscher Weg in Gifhorn. In einer dritten Gesprächsreihe diskutieren Fachfrauen der Venito zu KiTa-Refinanzierung und dem bevorstehenden schulischem Ganztag, jetzt mit Landtagsabgeordneten. Laue teilte die Sorgen und plädierte für eine Stärkung der Kommunen. 

Regionalleiterin Sandra Schüler aus dem Handlungsfeld „Kinder, Jugend und Familie“ der Dachstiftung Diakonie, kurz Venito, lobt ausdrücklich die gute aufgestellte KiTa-Finanzierung in Gifhorn, bei der die Stadt etwaige Defizite übernimmt und auch die Fachberatung mit refinanziert. Lediglich 2,5 Stunden für die Hauswirtschaftskraft sei zu knapp kalkuliert. „Das müssen wir von der Arbeit in den Gruppen abzwacken“, meinte Kita-Leiterin Jenny Ochendorf. Darunter leide dann die Qualität der Betreuung, so Laue. Und Schüler wünschte sich auch städtische Hilfe bei steigenden Essensgeld-Beitragen der Eltern und einen Ausgleich bei den Sprachfördergelder, die das Land anfange runterzuschrauben. Dass der übliche Fachkräftemangel in der KiTa Wilscher Weg kein Thema sei, führte Laue darauf zurück, dass hier offenbar das Team gut funktioniere.

Ein anderes Bild zeichnete Regionalleiterin Kristina Meise vom schulischen Ganztag, von dem man sich im letzten Schuljahr im Landkreis leider verabschieden musste, weil er sich für einen tarifgebundenen Träger nicht selbst tragen konnte und man bei einem Schlüssel von einer Betreuungskraft zu 24 Kindern die Qualität nicht gewährleisten konnte. In Hannover gebe es einen trilateralen Vertrag zwischen Land, Kommune und Träger und einen Schlüssel von 2 zu 25. „Am Ende mussten wir uns halbjährlich neu bewerben – da findet man keine Mitarbeitenden“, so Meise. Die müsse man das ganze Jahr beschäftigen, bekomme aber nur die Schuljahreswochen finanziert. „Wir brauchen ein Mindestmaß an qualitativem Standard“, so Meise. 

Laue konnte das verstehen und meinte, das Land müsse eine Planungssicherheit gegenüber den Kommunen leisten. „Ein Rechtsanspruch auf schulischem Ganztag nützt nichts, wenn er nicht funktioniert“. Es sei jetzt kurz vor zwölf, denn im August bestehe dieser Rechtsanspruch. „Wenn wir einen Ganztages-Anspruch haben wollen, dann muss da auch eine Qualität hinter stehen“, so die Abgeordnete. Ihre Fraktion habe zudem dafür plädiert, die verwaltungsaufwendige und finanziell nicht ausreichende Spitzabrechnung durch eine auskömmlich berechnete Pauschale zu ersetzen. Und die rund 2000 Förderprogramme im Land sollten gestrichen und das Geld den klammen Kommunen gegeben werden. Sie wüssten oft am besten, wo Geld gebraucht werde.   

Foto (©: Gunnar Schulz-Achelis), v. l.: Von der Venito diskutierten Regionalleiterin Kristina Meise, KiTa-Leiterin Jenny Ochsendorf und Regionalleiterin Sandra Schüler mit der Landtagsabgeordneten Lena-Sophie Laue und dem Gifhorner Ratsherr Andrej Schick über KiTas und schulischen Ganztag. 

Das Bild zeigt vier Frauen und einen Mann, die in die Kamera lächeln. Im Hintergrund ist ein Kletterturm für Kinder zu sehen.

Datenschutz-Einstellungen

Cookie Einstellungen
Diese Website verwendet Cookies die die Ihnen Services ermöglichen, die von externen Anbietern angeboten werden, wie z.B. YouTube oder Google Maps. Rechtsgrundlage ist hier Art. 6 DSGVO (1) a.

Sie können hier der anonymisierten Erfassung Ihres Nutzerverhaltens durch MATOMO widersprechen. Zu diesem Zweck speichern wir einen Cookie auf Ihrem Computer, um diese Entscheidung auch bei späteren Besuche zu respektieren.

Bitte beachten Sie, dass abhängig Ihrer Einstellungen einige Funktionen ggf. nicht zur Verfügung stehen.

Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

Matomo-Einstellungen

Achtung: Beim Widerspruch des Trackings wird ein Matomo Deaktivierungs-Cookie gesetzt, der sich Ihren Widerspruch merkt.